Entwurf: Forderungen Young Climate Camp Berlin 2021

Forderungen an den neuen Berliner Senat zur Abgeordnetenhauswahl 2021

Im Rahmen des Youth Climate Campus

Im Climate talk https://www.youtube.com/watch?v=YJDxUSWACWo

von Nikolai Wolfert (Cosum/Leila)


Climate action now! 

Wir befinden uns in einem turbulenten Umbruch.
Der Handel über das Internet boomt, muss jedoch dringend
klima-neutraler werden.

In Berlin wollen wir Vorbild und -reiter einer CO2-neutralen Wirtschaft sein.
Für viele Kommunen in Deutschland und europa-weit.

Beim klimaneutralen Konsum zählt „Leihen statt Besitzen“
zu den „big points“ neben vegan-vegetarischer Ernährung,
Fahrrad fahren, Ökostrom, fair slow fashion.

Damit zielen wir auf eine Ressourcenwende (Entkopplung von Konsum und CO2), sowie einen Kulturwandel hin zu postmaterialistischen und kollaborativen Lebensstilen.

Wer leiht, vermeidet CO2, weil weniger produziert wird.
Wer eine Bohrmaschine in einer Gruppe leiht,
braucht insgesamt weniger Bohrmaschinen, Ressourcen, CO2 bei der Produktion.

Leihen und Minimalismus ergänzen sich sinnvoll.
Leihen ist effizient, Minimalismus suffizient.
Damit wird der CO2-Fussabdruck noch stärker verkleinert.

Wir möchten eine „Berliner Leihkultur“ in Nachbarschaften, Bibliotheken,
Unternehmen, Schulen und allen an nachhaltig-gemeinwohl interessierten Institutionen fördern.

„Berlin leiht“ eine Plattform für alle

Wir wollen eine berlin-weite Plattform etablieren.
Auf dieser werden öffentliche Leihangebote verschiedenster Institutionen
vereinigt. Die Leihplattform versammelt das Angebot von Bibliotheken
mit Nachbarschafts-Netzwerken und mit Stadtteilzentren
und Schulen und vielen mehr.

JedeR BerlinerIn kann bei den jeweiligen Institutionen Mitglied werden.
Und jedeR kann eigene Leihorte einrichten und so Leihauswahl und lokale Verfügbarkeit im Kiez stärken..

Die Plattform als Commons

Wir wollen die „Berlin leiht“-Plattform als Gemeingut, d.h. sie wird von vielen Menschen gemeinsam getragen, verantwortet und betrieben. (Vergleich zu Berliner Stromnetz)
Der Berliner Senat möge dazu ein öffentliches Unternehmen (vgl. BSR) einrichten, das von einem BürgerInnenrat begleitet und unterstützt wird.
Dieses Unternehmen betreibt die „Berlin leiht“-Plattform.

CO2-Monitoring

Große Beachtung geben wir Nachhaltigkeit und sozialem Miteinander
(jenseits von Arm und Reich). Die Plattform verfolgt das Ziel
das BerlinerInnen Spaß haben beim klima-neutralen Konsum. (Vom Prinzip sollte ein climate feel good monitoring.entwickelt werden u. a. evtl. mit Glücksforschung). Das Monitoring auf der Plattform wird von wissenschaftlichen Akteuren und der Zivilgesellschaft erstellt.

Das Monitoring sendet Empfehlungen, motiviert zu klima-neutralem und sozialem Handeln. Stichwort Email-Notifications, push-Nachrichten.

CoKonsum in den Lehrplan

Für junge Menschen stellt Konsum eine wichtige Identifikationsquelle dar.
Das gilt es gemeinsam mit dem Lehrpersonal an den Schulen zu reflektieren und Wege zu einem nachhaltig-sozialen Lebensstil zu fördern. Dies ist eine (bewusst-unbewusste) ethische Frage vieler junger Menschen, dabei können achtsame LehrerInnen Orientierung und Verständnis geben.

Wir fordern, dass der sogenannte „CoKonsum“ (nachhaltig-kritischer Konsumstil, gemeinsames Leihen zwischen Freunden, CO2-Emission von Konsum und Produktion, Leihe als formales Recht und Gewohntheitsrecht etc.) in den Berliner Lehrplan aufgenommen wird.